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Die schützende Hand / Wolfgang Schorlau

Die schützende Hand Book Cover Die schützende Hand
Wolfgang Schorlau
12. November 2015

Zwei Bankräuber wurden nach einem Überfall tot in einem Wohnmobil aufgefunden. Für die Polizei ist rasch klar: Es war Mord und anschließender Selbstmord. Äußerst passend ist noch, dass den Bankräubern Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt auch noch mehrere Terroranschläge und Morde in die Schuhe geschoben werden können. Der Privatermittler Georg Dengler ist immer in finanziellen Nöten und erhält von einem anonymen Auftraggeber 15 000 € und mehrere Wertkartenhandys, um in diesem Fall zu ermitteln.

Sagen wir es höflich: Denglers achter Fall ist per se nicht besonders lesenswert. Die Sprache ist hölzern, die Hauptpersonen sind schablonenhaft ausgeführt und es bildet sich kein richtiger Spannungsbogen heraus. Aus krimitechnischer Sicht ist also eine Bewertung von drei Sternen alias guter Zeitvertreib mehr als ausreichend.

Es gibt aber einen Grund, um nicht nur eine ausdrückliche Leseempfehlung auszusprechen, sondern die Lektüre dieses Buches zur Staatsbürgerspflicht zu erheben. Es handelt sich bei Denglers achtem Fall  nämlich nur um eine als Roman getarnte Recherche zu den NSU-Morden. Mit anderen Worten: dieser Roman bildet die Wahrheit besser ab als sämtliche Artikel der deutschen Presse und die veröffentlichten Polizeiberichte zusammen.  Der Kauf und die Lektüre dieses Buch ist ein Statement gegen das von IM Erika und IM Larve mit ihren Hofschranzen (BND) angeführtem politischen Establishement. Es ist sozusagen ein öffentliches Bekenntnis, dass, wenn man uns schon verarschen will, was die Machthaber aus Angst vor dem Volk natürlich immer tun und tun werden, dann bitte nicht so primitiv, weil wir so blöd dann auch wieder nicht sind.

Kurzum: das Buch hat das Potential, den politikinteressierten Leser in einen Wutbürger zu verwandeln. Vor allem, wenn er dann noch selber ein wenig im Internet recherchiert.

B.

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